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Durchgangszimmer Tusche und Acryl­farbe auf Cyanotypie 24 x 30 cm 2021

Inka Perl

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Wilder Test

um mal alles rumzuprobieren
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Flaschenputzer treffen auf getrocknete Rosen, schimmernde Glaskugeln krönen ein Geweih, kleine Spruchtafeln geben widersprüchliches zum Besten. Der Kosmos von Inka Perl ist schillernd und doch zurückhaltend, filigran und dennoch voller Schlagkraft, humorvoll und gleichzeitig kritisch und immer ein bisschen rätselhaft.

Die gebürtige Leipzigerin fügt zusammen, was auf den ersten Blick nicht heterogener sein könnte. Und doch verschmelzen die Dinge zu neuen Sinngebilden, welche mit einem Augenzwinkern und unverblümter Neugier die normative Wahrnehmung der Wirklichkeit hinterfragen.

Inka Perls Arbeiten sind Objektcollagen. Auf Flohmärkten sammelt sie Dinge, die ihr ins Auge stechen, die sie neugierig machen oder die ihr gefallen. Ganz im Sinne Marcel Duchamps entscheidet sie, welche Objekte Kunst sind beziehungsweise werden dürfen.

Flaschenputzer treffen auf getrocknete Rosen, schimmernde Glaskugeln krönen ein Geweih, kleine Spruchtafeln geben wider­sprüchliches zum Besten. Der Kosmos von Inka Perl ist schillernd und doch zurückhaltend, filigran und dennoch voller Schlagkraft, humorvoll und gleichzeitig kritisch und immer ein bisschen rätselhaft.

Die gebürtige Leipzigerin fügt zusammen, was auf den ersten Blick nicht heterogener sein könnte. Und doch verschmelzen die Dinge zu neuen Sinngebilden, welche mit einem Augenzwinkern und unverblümter Neugier die normative Wahrnehmung der Wirklichkeit hinterfragen.

Inka Perls Arbeiten sind Objektcollagen. Auf Flohmärkten sammelt sie Dinge, die ihr ins Auge stechen, die sie neugierig machen oder die ihr gefallen. Ganz im Sinne Marcel Duchamps entscheidet sie, welche Objekte Kunst sind beziehungsweise werden dürfen.

Diese erfahren dann eine Transformation, Verschmelzen zu einem neuen Ganzen, werden zu dreidimensionalen Collagen voller visueller Überraschungen. Sie spielen mit dem post-surrealen Geist des Wunderbaren, welches durch die „unvermutete Begegnung einer Nähmaschine und eines Regenschirms auf einem Seziertisch“ hervorgerufen wird.¹

Dieses „Wunderbare“ ist es, was Inka Perls Werke zu so faszinierenden kleinen Universen werden lässt. Jede Arbeit eröffnet eine neue Welt voller Ideen und Assoziationen. Sie führt uns vor Augen, dass die alltäglichen Dinge mehr sein können als das, was wir in ihnen sehen.

Damit setzt sie die Gedankenwelt keines geringeren, als des großen surrealistischen Malers René Magritte in die dritte Dimension um, drückt ihr dabei jedoch ihren ganz prägnanten „Inka“-Stempel auf, entwickelt die Ideen auf ihre eigene Art und Weise weiter.

Kontakt

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Vita

  • _INFOS_
Foto: Michael Ehritt
2002 Diplom Medienkunst
(Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig)

Inka Perl lebt und arbeitet in Leipzig

Stipendien und Preise

2021 Arbeitsstipendium (Kulturamt Leipzig)
2021 Digitalgutschein (BBK/Neustart Kultur, Modul A)
2020 Denkzeit-Stipendium (Kulturstiftung Sachsen)
2020 reload-Stipendium für freie Gruppen (Kulturstiftung des Bundes)
2017 Katalogförderung (Kulturamt Leipzig)
2004 Arbeitsstipendium (Sächs. Staatsminist. für Wissenschaft und Kunst)

Einzelausstellungen (S), Performance-Solo (P), Videokunst-Solo (V)

2022 INSKOPIA (S), Kunstraum NEU DELI, Leipzig
2019 dagewesenes (V), Galerie intershop Leipzig, Zebra Poetry Film Festival Berlin, Poetry Film Festival Wien Museumsshop (S), Kiosk hr.fleischer, Halle
2018 Zusammen Schluss mit Schlüssel! (P), Kulturny Dom Salon Similde, Leipzig
2017 Sehnsucht nach dem Museum (S), Tapetenwerk Leipzig
2016 Donnen & Eilige (S), Kulturny Dom Salon Similde, Leipzig Sehnsuchtsmuseum – Interim I (S), Textilmarkt Leipzig
2015 Gespinst (S), Treppenhausgalerie NBL, Leipzig Drei Flügel (S), Potemka Contemporary Art, Leipzig
2012 Die erträgliche Schwere des Scheins (S), Potemka Contemporary Art, Leipzig To One I love (V), Grassimuseum Leipzig
2008 Himmel & Hölle (S), UT Connewitz Leipzig
2007 Bloß keine Trophäensammlung (S), Galerie Busse, Leipzig Ach Du heiliger Strohsack (S), MachtMusik-Festival, UT Connewitz Leipzig Designers Open, Leipzig
2006 Bewahranstalt VI (S), Galerie Waecker-Jordanow, München
2005 Herz IV (S), Kunstraum Textilmarkt, Leipzig

Performance (P), Videokunst (V), Gruppenausstellungen (Auswahl)

2021 Appointment X (V), GfZK Leipzig beuysifiziert, Kulturhaus Mestlin io-lux, Berlin recording session Interzone Festival (V) (Radiolux & H. Arnold), Leipzig WerkSchau, Chemnitz Trotzdem Yeah! Livestream (V) @Barcelona Leipzig
2020 Transformed City Dreams/Radiolux (V) für Luminale 2020 Frankfurt/Main (canceled/Covid19) recording session Interzone Festival (V) (Radiolux & K. Erel), Leipzig
2019 Portrét, Kunstraum NEBO KLAK, Leipzig capsule #1, Galerie intershop Leipzig, Kunstraum Blech Halle Blumen, Kunstraum NEBO KLAK, Leipzig
2018 inwändig//auswändig, Galerie intershop Leipzig rot rot rot, Galerie intershop Leipzig tusch!, Alte Handelsschule Leipzig
2017 Poetische Orte, Lügenmuseum Radebeul KA8, Kellerausstellung Reichpietschstraße, Leipzig ZIGZAG im GAPGAP, Leipzig DYA, Kulturny Dom Salon Similde, Leipzig xpon-art goes X, xpon-art, Hamburg
2016 multipolar, Galerie bipolar, Leipzig Palazzo Grande, Leipzig miniatur, 24-Stunden-Ausstellung, Leipzig Gott spielen., Galerie intershop Leipzig KG LeipZigZag, Kunsthaus Salzwedel & KLP Neu Tramm überMACHT, xpon-art, Hamburg
2015 Leipzig [is] calling, xpon-art, Hamburg
2014 post-traumatisch (P), 24-Stunden-Ausstellung, Leipzig Märchen, Potemka Contemporary Art, Leipzig
2013 You are my mirror, Potemka Contemporary Art, Leipzig Monumental, 20. Leipziger Jahresausstellung
2012 ObArt, Schloß Radibor, Kirschau Mini, WEIßCUBE Galerie, Leipzig Salon de Beauté, Potemka Contemporary Art, Leipzig
2009 Zylinder-Kopf-Dichtung, Schillerhaus Kahnsdorf Holographischer Selbstklebefilm, Galerie Born+Busse, Leipzig

Kataloge

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Texte

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Inka Perl INSKOPIA

Einzelausstellung im Kunstraum NEU DELI, Leipzig, 11.06. - 16.07.2022

In der Ausstellung INSKOPIA zeigt die Leipziger Künstlerin Inka Perl wunderbar poetische Bilder, entstanden aus Experimenten mit der Technik der Cyanotypie. Die Werke verströmen eine Magie, zu der die Farbe Blau nicht wenig beiträgt und erzeugen einen lichten Klang im Kunstraum NEU DELI. Inka Perl vermischt in ihren Arbeiten Eisenblau-Flächen mit Collagen, Digitalbearbeitungen und fotografisch festgehaltenen Zwischenstadien.

Inka Perls künstlerische Arbeit bewegt sich im Interdisziplinären und ist geprägt von einer zwei- und dreidimensionalen Auseinandersetzung mit dem Gegenstand und dessen Umsetzung in Bewegtbild und Installationen. Inka Perl bezeichnet ihre Beschäftigung mit Licht und seinen Reflexionen als INSKOPIA. Die Wortendung -skopie  stammt vom altgriechischen Wort skopein, deutsch ‚betrachten'. Der Anfang ist ihrem Namen entlehnt.

Durch die Technik der Cyanotypie werden musikalische Inspirationen und Bewegungsmomente im Akt des intuitiven Handelns, der Improvisation eingefroren und für ein Innehalten bewahrt. Durch den zarten, behutsamen Umgang mit Dingen und das malerische Spiel mit Lichtsituationen entstehen abstrakte wie poetische Lichtlandschaften, -gestalten und -stillleben.

Im Kunstraum NEU DELI arrangiert Inka Perl Arbeiten der vergangenen zwei Jahre - Wunderkammerobjekte, Bewegt- und Standbilder - zu einem „inskopischen“ Raumklang.

Museen

Carsten Busse, Künstler und Kurator, Leipzig

Museen sind besondere Orte. Es sind Orte der Begegnung mit fremder und eigener Kultur, mit Geschichte und Wissenschaft, mit Bekanntem und Unbekannten und im besten Fall mit Menschen ähnlicher Interessen.

In der Vergangenheit dienten sie der Zurschaustellung von fürstlichem oder bürgerlichem Reichtum und diverser Sammelleidenschaften, später der Vermittlung von Wissen, Bildung und Kultur. In der Folge fand schließlich die Forschung zunehmend Platz unter den Museumsdächern. Von den Schatz- und Wunderkammern bis zu den heutigen themenspezifischen Museen hat sich eines erhalten: Museen haben für ihre Betreiber einen nicht zu unterschätzenden repräsentativen Charakter. Nicht umsonst beauftragen Länder und Kommunen, sofern sie es sich leisten können, für Museumsneubauten angesehene Architekten, subventionieren ihre Museen oft großzügig aus dem meist schmalen Kulturetat und stehen untereinander im permanenten Wettbewerb um öffentliche Wahrnehmung und Reputation.

Die thematische Spannbreite ist mittlerweile grenzenlos. Von historischen Sammlungen bis hin zu zeitgenössischen Haushaltsgeräten, von bildender Kunst aller Epochen bis zu landwirtschaftlichem Gerät – für jedes Interessengebiet findet man irgendwo ein Museum. Eine bemerkenswerte Eigenart der musealen Präsentation ist es, dass sie die Exponate unabhängig von ihrem materiellen Wert auf seltsame Weise erhöht. Eine Zahnbürste im musealen Kontext umweht automatisch eine Aura des Besonderen, während ihre Zwillingsschwester im Badezimmer das ihr eigentlich zugedachte Schattendasein als Hilfsmittel zur Körperpflege führt.

Für einen Künstler ist der Auftritt in einem Museum zumeist förderlich für seine Karriere, vorausgesetzt, er ist noch am Leben. Andererseits kann dies jedoch auch bedeuten, dass die eigene Musealität für ihn zum Problem werden kann. Mit der Präsenz in einer musealen Sammlung ist das angekaufte Werk Teil des kulturellen Erbes – gerade dieser (und vermutlich nur dieser) Ausschnitt des eigenen Schaffens wird der Nachwelt exemplarisch erhalten bleiben und die Sicht auf das Gesamtwerk prägen, vielleicht aber auch verstellen.

Die meisten Künstler kennen dieses Problem nicht. Die zeitgenössische Museumslandschaft ist personell und ideologisch eng verzahnt mit dem Kunstmarkt, was bedeutet, dass die Magazine nur einer verschwindend kleinen, – nicht nur, aber in erster Linie nach ökonomischen Gesichtspunkten – vom Kunstbetrieb auserwählten Elite offen stehen.

Gleichwohl haben Museen schon immer Künstler fasziniert und inspiriert. So verwundert es nicht, dass das Sammeln selbst zu einer Art Kunstform werden konnte. Die zeitgenössische Kunst bietet dafür zahlreiche Beispiele. Das Prinzip Sammlung prägt in Installationen, thematischen Werken oder Werkgruppen das Bild vieler zeitgenössischer Ausstellungen, manches wird in Buchform präsentiert oder findet sich in neuen Kontexten wieder. Auch hier stellt sich das Phänomen ein, dass die gesammelten Objekte durch die künstlerische Intervention auf eine neue Bedeutungsebene gehoben werden.

Besonders deutlich wird dies in Künstlermuseen, einer noch recht jungen Sparte der Kunstgeschichte. Die Idee, als Künstler ein Museum zu gründen – nicht in erster Linie zur Präsentation eigener Werke, sondern zur Vermittlung von Inhalten – ist eigentlich recht naheliegend. Gleichwohl sind Museen, die sich exklusiv als künstlerische Arbeit verstehen, nach wie vor eher selten. In der Regel haben solche Museen einen deutlichen narrativen Ansatz. Abhängig von den jeweiligen ideellen und künstlerischen Kontexten präsentieren sie Artefakte, die wahre oder erfundene Geschichten erzählen. Durch die museale Form zielen sie einerseits auf die Neugier, aber in besonderem Maße auch auf die Stimmungen und Gefühle der Besucher ab. Im Gegensatz zu klassischen Museen ist dabei ein Erkenntnisgewinn im bildungsbürgerlichen Sinne nicht zwingend das Ziel der Präsentation. Im Künstlermuseum entkoppeln sich die Bedeutungen der einzelnen Exponate von ihren (im wahrsten Sinne des Wortes objektiven) Inhalten und verweben sich erst im Zusammenspiel zu einer künstlerischen Gesamtaussage. Dadurch entsteht die Möglichkeit, auch Immaterielles wie Wünsche, Visionen, Utopien oder Gefühle in den Fokus der inhaltlichen Auseinandersetzung zu stellen.

Dies gilt in besonderem Maße für Inka Perls Sehnsuchtsmuseum. Diese sich ständig erweiternde Sammlung eigener und gefundener Artefakte ist weit mehr als der Versuch der Künstlerin, die eigene Befindlichkeit zu spiegeln und zu hinterfragen. Mit ihrer unverwechselbaren Ästhetik gelingt es ihr, ein universelles Thema zu visualisieren und für den Besucher Räume der Inspiration und Kontemplation zu schaffen. Es ist Installation, Performance und real life in einem – inspirierend für alle, die im alltäglichen Kampf um wahres oder vermeintliches Glück menschliches Gefühl bewahrt haben. All denen – und natürlich der Künstlerin – ist zu wünschen, dass dem Sehnsuchtsmuseum dessen bisheriger Status des Veränderlichen und Temporären im Inneren erhalten bleibt, sich aber bald schon auch als immobile Institution manifestieren kann.

Halt finden in Konstanten

Louise Walleneit, Künstlerin und Kuratorin, Leipzig

Die Zeit und ihre Fülle an Zeugnissen rast an uns vorüber, schneller als wir imstande sind wahrzunehmen, aufzunehmen und zu verarbeiten. Was geschieht mit den Dingen, die durch die Maschen unserer Aufmerksamkeit gefallen sind, uns aber dennoch prägen – unser Weltbild, unser Schönheitsbild, unsere Kultur?

Als bewegte sich Inka Perl außerhalb der Zeit in einer Beobachterposition, scheint ihr jene Möglichkeit zu eigen, ihre Aufmerksamkeit den Dingen zu widmen, die durch das gesellschaftliche Wertsystem fielen und diese zu speichern. Sie ist Medium der Dinge, die nicht vergessen werden dürfen. Insofern ist Inka Perl eine Art Hüterin unserer Kultur und erfüllt eine Gedächtnisfunktion. Sie breitet ihre Röcke aus und fängt die Schönheit auf, die wie Plankton in die Tiefe des Unterbewusstseins der Gesellschaft sinkt. Sie sammelt, verdichtet und übersetzt. So bekommt das Unterbewusste ein Gesicht und ermöglicht uns, zu erkennen, was sich uns bisher als Wert nicht erschlossen hat.

So beginnt ihr Werk und entsteht immerfort in ihren Räumen, wie ein Protokoll. Es ist wie erinnern, wenn ich Inka Perl in diesen Räumen besuche. Insofern eine Art heimkommen, weil ich bei ihr auf Dinge treffe, die mir vertraut scheinen, ohne zu wissen wo ich ihnen begegnete. Eine Konfrontation mit eigenen unterbewussten Prägungen, die mein Empfinden für Heimat, Identität, Geborgenheit, Schönheit usw. ausmachen.

Das Erleben ihres Werkes hat auch einen Moment des Schreckens. Denn das was wir sehen, dokumentiert das Leben schon in dem Moment wo es geschieht und geht davon aus, dass ein Weiterleben nicht vorgesehen ist.Es könnte der Blick in eine Zukunft sein, in der Glitzerstaub in der Nachmittagssonne eines geöffneten Fensters mit wehenden Gardinen der Vergangenheit angehört.

Was so entsteht, ist Teil des Kulturgutes und nicht als Produkt für einen Kunstmarkt angelegt. Die Objekte in Inkas Räumen sind Entitäten, über die wir Zugang erhalten zu einem Teil in uns selbst, dem wir wenig Beachtung schenken. Deshalb ist es überraschend zu entdecken, wieviel Schönheit darin ist.

Inka Perls künstlerische Intention des Bewahrens von Werten vermittelt sich durch die Objekte ihres Werkes und deren spezielle Zusammenstellung, die den Blick des Betrachters schärft.

Ihr Werk vervollkommnet sich aber auf besondere Weise durch die Präsenz ihrer Person, weil sie es lebt und belebt und die Nuancen der Veränderung, die die Zeit mit sich bringt, als Bewegung in ihr Werk übersetzt.

Die Möglichkeit, diesen Ort öffentlich zugänglich zu machen ist ein gesellschaftsrelevanter Beitrag. Das Werk von Inka Perl ist das Geschenk an diese Gesellschaft, einen Ort besuchen zu können, wo man doch noch erfahren kann, was zu schnell vorüber flog. Das ist ein Prozess, den man sich im normalen Leben häufig wünscht, der jedoch unrealistisch ist. Ein Ort der Sehnsucht, weil er Innehalten ermöglicht und der Verbindung mit dem Unterbewussten Raum macht. Eine Konstante, an der ich teilhaben darf, jedes Mal wenn mich Inka durch ihre Räume führt und mir die Neuankömmlinge in ihrem Werk vorstellt.

Inka Perl ist kein Künstlername

Carsten Busse, Künstler und Kurator, Leipzig

…auch wenn das angesichts der überbordenden Verspieltheit ihrer Arbeiten leicht den Anschein haben könnte.

Tatsächlich ist sie als Person – auch ikonografisch – durchaus ein Teil ihres Werkes. Inka Perl verarbeitet ihre subjektive Weltsicht, ihre Stimmungen und Befindlichkeiten zu metaphorischen postfeministischen Kunstwerken, welche vom Persönlichen auf das große Ganze verweisen.

Ihre oft kryptischen Bilder, Assemblagen, Objekte, Schreine und Installationen sind Statements zur gegenwärtigen Kultur in all ihren Facetten – von der bunten Oberflächlichkeit der Konsumwelt hin zu zwischenmenschlicher Verelendung. Sie verbindet Romantik, Retrokitsch, Neo-DADA und an Art Brut erinnernde Simplizität mit philosophischen Gedankenspielen, welche als Zitate und Sinnsprüche, teils im Original, teils verfremdet, in ihren Arbeiten auftauchen. Ihre fröhlich-nostalgisch anmutende Glitter-Ästhetik schafft romantische Vorhänge, hinter denen sich düstere Abgründe verbergen können.

Schillernd schlagkräftige Denk-Objekte

Anne Simone Krüger, Kunsthistorikerin und Kuratorin, Hamburg

Flaschenputzer treffen auf getrocknete Rosen, schimmernde Glaskugeln krönen ein Geweih, kleine Spruchtafeln geben widersprüchliches zum Besten. Der Kosmos von Inka Perl ist schillernd und doch zurückhaltend, filigran und dennoch voller Schlagkraft, humorvoll und gleichzeitig kritisch und immer ein bisschen rätselhaft.

Die gebürtige Leipzigerin fügt zusammen, was auf den ersten Blick nicht heterogener sein könnte. Und doch verschmelzen die Dinge zu neuen Sinngebilden, welche mit einem Augenzwinkern und unverblümter Neugier die normative Wahrnehmung der Wirklichkeit hinterfragen.

Inka Perls Arbeiten sind Objektcollagen. Auf Flohmärkten sammelt sie Dinge, die ihr ins Auge stechen, die sie neugierig machen oder die ihr gefallen. Ganz im Sinne Marcel Duchamps entscheidet sie, welche Objekte Kunst sind beziehungsweise werden dürfen.

Diese erfahren dann eine Transformation, Verschmelzen zu einem neuen Ganzen, werden zu dreidimensionalen Collagen voller visueller Überraschungen. Sie spielen mit dem post-surrealen Geist des Wunderbaren, welches durch die „unvermutete Begegnung einer Nähmaschine und eines Regenschirms auf einem Seziertisch“ hervorgerufen wird.¹

Dieses „Wunderbare“ ist es, was Inka Perls Werke zu so faszinierenden kleinen Universen werden lässt. Jede Arbeit eröffnet eine neue Welt voller Ideen und Assoziationen. Sie führt uns vor Augen, dass die alltäglichen Dinge mehr sein können als das, was wir in ihnen sehen.

Damit setzt sie die Gedankenwelt keines geringeren, als des großen surrealistischen Malers René Magritte in die dritte Dimension um, drückt ihr dabei jedoch ihren ganz prägnanten „Inka“-Stempel auf, entwickelt die Ideen auf ihre eigene Art und Weise weiter.

René Magritte ist bekannt für die Irritationen, die er in seinen Werken dadurch erzeugte, dass er unsere Erfahrungen der Wirklichkeit aushebelt. Er verfremdete Alltägliches, indem er es aus dem gewohnten Kontext hob. Alle Bilder Magrittes sind jedoch über eine „poetische Logik“ nachvollziehbar, sie stellen „Denkbilder“² dar, welche rational reflektierbar sind.

Solche Denkbilder bzw. Denkobjekte sind auch Inka Perls Arbeiten. Die Künstlerin hat sich eine wunderbare Neugier bewahrt, welche nichts scheut und sich nicht aufhalten lässt. Mit dieser befragt sie nun die Welt. Sie dreht, wendet und kombiniert die Dinge so weit und so lange, bis sie eine Perspektive gefunden hat, welche sie zufrieden stellt. So entstehen spielerisch neue Sinnzusammenhänge, die uns als Betrachtern andere Blicke und ungewohnte Sichtweisen erlauben.

Mit einem bezaubernden Humor und gleichzeitig oftmals kritischem Blick haucht Inka Perl den alltäglichen Dingen so ein neues Leben ein – ein zweites Leben mit origineller Bedeutung und unkonventionellen Zusammenhängen.

¹ Lautréamont, Die Gesänge des Maldoror (Orig.: Les Chants de Maldoror, Paris 1868), Sechster Gesang. Reinbeck bei Hamburg 1990 (1963), S. 223.
² Karin Thomas: Blickpunkt Moderne. Eine Geschichte der Kunst von der Romantik bis heute. Köln 2010, S. 227.

Glaube und Glitter

Lu Potemka, Potemka Contemporary Art Leipzig

Inka Perl ist eine Ikone. Sie schlüpft in Rollen und inszeniert sich wahlweise als Maria, Schutzengel oder Sterntaler. Die Rollen sind mehr als nur Verkleidungen, sie verweisen, so die Künstlerin auf Stimmungen: Maria etwa auf das kontemplative-, der Engel auf das sehnsuchtsvolle Moment. Im Zentrum der kommenden Ausstellung geht es aber weniger um Selbstinszenierung, die Künstlerin streut stattdessen – als Stellvertreter der Rollen - Reliquien und Botschaften, die in kleinen angefertigten „Reliquienschreinen“ präsentiert werden, sich aber jeder Eindeutigkeit entziehen; vielmehr zeigen sie eine Symbolwelt auf, die sich zwar klassischer Symbolik bedient, aber wie bei einem Kaleidoskop neu zusammenwürfelt wurde. Das Ergebnis ist eine persönliche Ikonographie, die Assoziationen hervorruft, sie aber gleichzeitig hermetisch verschlüsselt. Die Ummantelung der goldenen Kästen verleiht den Objekten die Aura des „Heiligen“, des „Sakralen“, des „Verzauberten“ und tatsächlich sind sie eine Verstofflichung der erwähnten Momentaufnahmen, die sich durch die eklektische Zusammensetzung der Objekte als „gemischte“ Stimmungen äußern. Die Schreine fungieren darüber hinaus als Fenster zu Welten, die hinter den Rollen stehen: Und das ist abendländische und deutsche Kulturgeschichte, deutsche Märchen, die Heilsgeschichte, Geistesebenen und Metaerzählungen, die das Diesseits von jeher versüßten - es zumindest erträglicher machten!

Die Worte, Wortfetzen und Wortverdreher tasten nach einem Sinn, bleiben dabei aber sinnoffen. Das Wort oder die Aussage tritt nie vor das Bild und dessen visuelle Funktion und doch scheint sie Glaubenssätze zu hinterfragen, so erhält etwa Ernst Blochs „Prinzip der Hoffnung“, durch den kleingeschriebenen Zusatz, „das im PRINZIP keine HOFFNUNG mehr erlaubt ist“ nicht nur eine Umkehrung, sondern wirft die Frage auf, was für eine Madonna Inka Perl ist, die postuliert, dass die Hoffnung (eine der göttlichen Haupttugenden) im Prinzip verboten und damit verloren ist. Eine Madonna der Postaufklärung, die die Brüche der Moderne kennt?

Verräterisch sind die Ornamente, die einen dritten Werkstrang bilden. Sie leitet die abstrakte Kunst malerisch vom Ornament her und abgesehen der gemalten Stilfrage Alois Riegls, wird deutlicher, dass sich Inka Perls Gesamtwerk auf einer abstrakten Ebene bewegt. Aber es gibt keine reine Abstraktion. Selbst Jackson Pollock ging vom Gegenstand aus. Und demnach hat jede Abstraktion ihr Geheimnis und ein Geheimnis ist dazu da, entschlüsselt zu werden.

 

Was bei den Inszenierungen - auch der Objekte – bedeutet, dass Künstler angewiesen auf das Leben, die Menschen, sie brauchen stoffliche oder abstrakte Fundstücke, Musen, Leidenschaften, Geschichten – die sie auf ihre Arbeit projizieren können. Künstler sind Medien. Inka Perl unterstreicht diese mediale Rolle des Künstlers unter dem Deckmantel Mariens, des Schutzengels und Sterntalers, aber die Medialität des Künstlers an sich ist ihre eigentliche Botschaft, sie ist bezogen auf die Kunst und damit selbstreferentiell.

Presse

  • _INFOS_

Leipziger Fliesen-Memory

November 2020:
Leipzig – Näher dran

Januar 2020:
Geheimtipp Leipzig

Museumsshop

Juli 2019:
herrfleischer.de

Ausstellungsankündigung von hr.fleischer – Kiosk am Reileck und Interview mit Radio Corax

Pressebericht zu "Sehnsucht nach dem Museum"

September 2017:
Leipziger Volkszeitung

von Jens Kassner

20 Quadratmeter, unsaniert

August 2017:
Geheimtipp Leipzig

von Bert Hähne

Das Sehnsuchtsmuseum

Dezember 2016:
Geheimtipp Leipzig

von Bert Hähne

Video – Radiolux „Funken“

März 2016:
frohfroh

von Jens Wollweber

Ambient Week #5 – Radiolux

Dezember 2014:
frohfroh

von Jens Wollweber

Wider die Selfie-Kultur – Inka Perl hinterfragt das Leben zwischen zwei Aktendeckeln

Juli 2016:
Artefakte – Das Journal für Baukultur und Kunst in Leipzig

von Daniel Thalheim

Beflügelte Kunst – Inka Perl und Johannes Zagler zeigen ihre persönlichen Altäre

April 2015:
Artefakte – Das Journal für Baukultur und Kunst in Leipzig

von Daniel Thalheim

Summer of love

Bericht über "Summer of love"

Juli 2009:
Leipziger Volkszeitung

von Ulrike Witt

2022

Inskopien: Lichtprobe

Cyanotypien, seit 2021
  • _STANDBILD_
  • Cyanotypie
  • Malerei
  • Werk-Repros
  • 2022

2021

  • ___VERSTECKT___
  • _STANDBILD_
  • Einleitungstext

Inskopien

Meine „Inskopien“ entstehen als Fotogramme in der fotografischen Technik der Cyanotypie, das chemisch bedingte Blau wird jedoch aufgebrochen durch Über- oder Untermalung mit Tinte, Tusche, Kopierstift oder Acryl­farbe. Dinge und Materialien werden in einem Bildraum collagiert. Durch die Schichtung entsteht Mehrdimensionalität und Dichte aber auch Transparenz und Parallelität.

Mein künstlerisches Grundthema – die zwei- und dreidimensionale Auseinandersetzung mit dem Gegenstand und dessen Umsetzung in Bewegtbild und Installationen – wird hier als eingefrorene Bewegung bzw. komprimierte Momentaufnahme im zweidimensionalen Raum möglich.

Inskopien: Biegen und Bögen

Cyanotypien, seit 2021
  • _STANDBILD_
  • Cyanotypie
  • Malerei
  • Werk-Repros
  • 2021

Inskopien: Zeit-Räume, Fenster zur Seele

Cyanotypien, seit 2020
  • _STANDBILD_
  • Cyanotypie
  • Malerei
  • Werk-Repros
  • 2021
  • 2020

Altar der Einsamkeit

Objekte, Installation, fotografische Serie; entstanden im Rahmen des Denkzeit-Stipendiums der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, 2020–2021
  • _OBJEKT_
  • Objekt
  • Mixed Media
  • Fotografie
  • Werk-Repros
  • Sehnsuchtsmuseum
  • 2021

Radiolux: Miniatur in Blau

Experimentalfilm, 2021
  • _BEWEGTBILD_
  • Radiolux
  • audiovisuelle Animation
  • Experimentalfilm
  • Cyanotypie
  • 2021

Radiolux & Hans Arnold

Recording session @Kulturnhalle Leipzig, INTERZONE Festival 2021
  • _BEWEGTBILD_
  • Radiolux
  • AV-Performance
  • 2021

AV-Konzert (Lockdown Impro)

Streamkonzert für Trotzdem Yeah! @barcelona leipzig, Februar 2021
  • _BEWEGTBILD_
  • AV-Performance
  • 2021

beuysifiziert

Gruppenausstellung im Kulturhaus Mestlin, 2021
  • _INSTALLATION_
  • Wandinstallation
  • Installation
  • Werk-Repros
  • 2021

Lichtbilder

Stills aus AV-Performance. Bewegte Objekte im Licht. Seit 2020
  • _BEWEGTBILD_
  • Fotografie
  • AV-Performance
  • Radiolux
  • Werk-Repros
  • 2021
  • 2020

2020

Radiolux & Korhan Erel: Juri

Recording session @Kulturnhalle Leipzig, INTERZONE Festival 2020
  • _BEWEGTBILD_
  • Radiolux
  • AV-Performance
  • 2020

Radiolux: Transformed City Dreams

180°-AV-Mapping-Projektion auf Gebäude am Römer und Kirche
  • _BEWEGTBILD_
  • Radiolux
  • AV-Performance
  • 2020

2019

Radiolux Konzert

Improvisation zur Ausstellung „The Cabinet of Ramon Haze“ im Museum Abteiberg/Mönchengladbach, 2019
  • _BEWEGTBILD_
  • Radiolux
  • AV-Performance
  • 2019

dagewesenes

Stop Motion Animation, 2019
  • _BEWEGTBILD_
  • Experimentalfilm
  • Stop Motion Animation
  • audiovisuelle Animation
  • 2019

Museumsshop

Einzelausstellung im Kiosk hr.fleischer am Reileck, Halle, 2019
  • _INSTALLATION_
  • Sehnsuchtsmuseum
  • Museumsshop
  • @ Museumsshop im Kiosk
  • Ausstellung
  • Einzelausstellung
  • Einzel- und Zweierausstellung
  • Performance
  • Presse
  • 2019

Presse

Ausstellungsankündigung und Interview mit Radio Corax auf der Website von Hr.Fleischer

Juli 2019

Link zum Artikel

Materialreise // Erzählspende

  • ___VERSTECKT___
  • Objekt
  • Katalog
  • 2019

Sie haben Post!

deutsch-polnisches Kunstprojekt „inwändig // auswändig“, intershop interdisciplinaire, Leipzig/Poznan, 2018
  • _INSTALLATION_
  • Wandinstallation
  • Installation
  • Mixed Media
  • Ausstellung
  • Gruppenausstellung
  • @ Sie haben Post!
  • Fotografie
  • Objekt
  • Werk-Repros
  • Katalog
  • 2019
  • 2018

Ausstellungskatalog

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Leipziger Fliesen-Memory

Multiple, zweite Auflage, 2020
  • _OBJEKT_
  • Multiple
  • Museumsshop
  • Sehnsuchtsmuseum
  • Produkt
  • Leipziger Fliesen-Memory
  • @ Museumsshop im Kiosk
  • Malerei
  • Presse
  • 2020

Presse

November 2020:
Leipzig - Näher dran

25. Januar 2020:
Geheimtipp Leipzig

2018

tusch!

  • ___VERSTECKT___
  • Ausstellung
  • Gruppenausstellung
  • KGLeipZigZag
  • @ tusch!
  • 2018

Rites de passage

Cyanotypien, 2018
  • _STANDBILD_
  • Cyanotypie
  • Werk-Repros
  • 2018

Offene Wunder

Objekt, 2018
  • _OBJEKT_
  • @ Sie haben Post!
  • Objekt
  • Werk-Repros
  • 2018

Inskopien: Andenken

Cyanotypien, 2015/2018
  • _STANDBILD_
  • Cyanotypie
  • Malerei
  • Werk-Repros
  • 2018
  • 2015

KG LeipZigZag präsentiert: tusch!

Alte Handelsschule, Leipzig, 2018
  • _INSTALLATION_
  • Wandinstallation
  • Installation
  • KGLeipZigZag
  • Werk-Repros
  • @ tusch!
  • 2018

Hausgeister

Fotografie & Objektcollage, seit 2018
  • _STANDBILD_
  • Radiolux
  • Collage
  • Fotografie
  • Werk-Repros
  • 2018

Radiolux & Beat Unternährer

Festival INTERZONE im Theaterhaus Schille Leipzig, 2018
  • _BEWEGTBILD_
  • Radiolux
  • AV-Performance
  • 2018

2017

Poetische Orte – Künstler, ihre Museen und Institutionen

Gruppenausstellung im Lügenmuseum Radebeul, 2017–2018
  • _INSTALLATION_
  • Ausstellung
  • Gruppenausstellung
  • Rauminstallation
  • Installation
  • @ Poetische Orte
  • 2018
  • 2017

Sehnsuchtsmuseum – Interim II: Sehnsucht nach dem Museum

Einzelausstellung und Katalogpräsentation im 4D Projektort des BBK Leipzig, Tapetenwerk, 2017
  • _INSTALLATION_
  • Sammlung
  • Sehnsuchtsmuseum
  • @ Sehnsucht nach dem Museum
  • Ausstellung
  • Einzelausstellung
  • Einzel- und Zweierausstellung
  • Rauminstallation
  • Installation
  • Katalog
  • Presse
  • Vernissage
  • 2017

Katalog "Sehnsucht nach dem Museum"

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Pressebericht zur Ausstellung

Gucklöcher in Nebenwelten

LVZ, 12. September 2017

KG LeipZigZag präsentiert: ZIGZAG im GAPGAP

Gruppenausstellung im Kunstraum GAPGAP, Leipzig, 2017
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  • Wandinstallation
  • Installation
  • Ausstellung
  • Gruppenausstellung
  • Werk-Repros
  • @ ZigZag im GapGap
  • KGLeipZigZag
  • 2017

Sehnsucht nach dem Museum

Einzelausstellung im Tapetenwerk Leipzig, 2017, Neue Werke
  • _OBJEKT_
  • Objekt
  • @ Sehnsucht nach dem Museum
  • Werk-Repros
  • 2017

2016

Donnen & Eilige

Rauminstallation im Kulturny Dom Lipsk / Salon Similde, Leipzig, 2016
  • _INSTALLATION_
  • Ausstellung
  • Einzelausstellung
  • Einzel- und Zweierausstellung
  • @ Donnen und Eilige
  • Installation
  • Rauminstallation
  • Wandinstallation
  • 2016

Sehnsuchtsmuseum – Interim I

Einzelausstellung im begehbares Raumbild, Museumskonzept, Kunstraum Textilmarkt, Leipzig, 2016–2017
  • _INSTALLATION_
  • Rauminstallation
  • Installation
  • Sehnsuchtsmuseum
  • @ Sehnsuchtsmuseum-Interim I
  • Ausstellung
  • Einzelausstellung
  • Einzel- und Zweierausstellung
  • 2017
  • 2016

KG LeipZigZag präsentiert: den Jahrmarkt der Unglaublichkeiten

Gruppenausstellung auf der KLP, Neu Tramm/Raum 2, 2016
  • _INSTALLATION_
  • Ausstellung
  • Gruppenausstellung
  • Rauminstallation
  • Installation
  • @ Jahrmarkt der Unglaublichkeiten
  • Katalog
  • KGLeipZigZag
  • 2016

Ausstellungskatalog

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Radiolux: Funken

Animation, 2016
  • _BEWEGTBILD_
  • Radiolux
  • Experimentalfilm
  • Stop Motion Animation
  • audiovisuelle Animation
  • 2016

Selfies

Serie von Guckkästen, 2016
  • _OBJEKT_
  • @ Sehnsucht nach dem Museum
  • @ Sehnsuchtsmuseum-Interim I
  • @ Museumsshop im Kiosk
  • @ Multipolar
  • @ Gott spielen
  • @ DYA
  • @ Palazzo Grande
  • Werk-Repros
  • Objekt
  • Presse
  • 2016

Presse über Selfies

Wider die Selfie-Kultur – Inka Perl hinterfragt das Leben zwischen zwei Aktendeckeln

9. Juli 2016
von Daniel Thalheim

Artefakte – Das Journal für Baukultur und Kunst in Leipzig

2015

Drei Flügel – Altäre von Inka Perl & Johannes Zagler

  • ___VERSTECKT___
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  • Rauminstallation
  • Installation
  • @ Drei Flügel
  • Ausstellung
  • Einzel- und Zweierausstellung
  • Presse
  • 2015

10. April – 9. Mai 2015

Kunstflugversuch über die dritte Schwinge

[von Johannes Zagler]

Zwei Künstler, die sich kennen, gemeinsam gearbeitet haben und oft zusammen gesessen haben, setzen sich nun Aus-einander. Zwischen sich den dritten Flügel als Scharnier, als Klammer den Altar. Nicht als thematische Krücke, denn vielmehr als Verdichtung der immanenten Fragen: An was glaubt man noch? Für was könnte man sich in den Staub werfen? Was würde man opfern? Und was ist so wichtig, dialogfähig und aufgeladen, dass man es sich über den Schreibtisch hängt? Privataltäre. Als Projektion von Gesinnung, Liebe und den inneren Atlanten außerhalb der Zeit.

Zwischen diesen weit voneinander eingeschlagenen ideellen und intellektuellen Pflöcken realisiert sich keine formale Strenge, sondern eine spannende Interaktion von verschiedenen Materialien, differenten Stilen und doch den immergleichen menschlichen Wahrheiten und Lügen. Ein Kaleidoskop der inneren Ikonographie zweier Anti- und Propoden. Keine gemeinsame Einzelausstellung, sondern ein dialektisches Umschwirren der gemeinsamen diametralen ästhetischen Achse. Ein Dialog, bei dem der Gesamttempel größer ist als die Summe seiner Einzelkultstätten. Eine Wunderkammer, bei der das barocke Lachen ebenso notwendig ist, wie das fragende Kopfschütteln und das Verdrehen der Augen (zum Himmel).

Und in diesem ganzen verwirrenden Federspiel kann man sich fragen, wann man Engel, wann man Teufel ist. Wann man mit Fledermausschwingen die Ultraschallwand durchbricht oder wann man als wolkiges Geflügel Schutz bietet. Was es Vergangenes zu bewahren gibt, was jetzt passiert und was man hofft. Und was man glaubt. Oder. Nicht.

Presse

Beflügelte Kunst – Inka Perl und Johannes Zagler zeigen ihre persönlichen Altäre

15. April 2015
von Daniel Thalheim

Artefakte – Das Journal für Baukultur und Kunst in Leipzig

Drei Flügel

Zweierausstellung in der Galerie Potemka, Leipzig, 2015, Neue Werke
  • _OBJEKT_
  • Rauminstallation
  • Installation
  • @ Drei Flügel
  • Ausstellung
  • Einzel- und Zweierausstellung
  • 2015

Nie Da Knien

  • ___VERSTECKT___
  • __ARCHIV__
  • Ausstellung
  • Einzel- und Zweierausstellung
  • Performance
  • @ Drei Flügel
  • 2015

Radiolux als Teil von NIL

NIL – Netzwerk Improvisation Leipzig, die naTo, 2015
  • _BEWEGTBILD_
  • Radiolux
  • AV-Performance
  • 2015

Gespinst

Installation in der Treppenhausgalerie des Noch Besser Lebens, Leipzig, 2015
  • _INSTALLATION_
  • Rauminstallation
  • Installation
  • @ Treppenhausgalerie NBL
  • Werk-Repros
  • 2015

2014

Märchen

  • ___VERSTECKT___
  • Ausstellung
  • Gruppenausstellung
  • @ Märchen
  • 2014

Radiolux: Kugeln googeln

Animation, 2014
  • _BEWEGTBILD_
  • Radiolux
  • audiovisuelle Animation
  • Experimentalfilm
  • AV-Performance
  • 2014

Märchen

Gruppenausstellung in der Galerie Potemka, Leipzig, 2014
  • _INSTALLATION_
  • Rauminstallation
  • Installation
  • Mixed Media
  • @ Märchen
  • @ ZigZag im GapGap
  • Werk-Repros
  • 2014

Radiolux: Porträt

Einführung in unsere Arbeitsweise..., 2014
  • _BEWEGTBILD_
  • Radiolux
  • AV-Performance
  • 2014

Post-traumatisch

  • ___VERSTECKT___
  • Rauminstallation
  • Installation
  • Ausstellung
  • Performance
  • @ Optimaler Schnitt
  • 2014

2013

Radiolux: Countryside Impro

Radiolux live impro performance outdoors with a view to the polish Karkonosze Mountains..., 2013
  • _BEWEGTBILD_
  • Radiolux
  • AV-Performance
  • 2013

Radiolux: Programm Teaser

aufgenommen in der Galerie KUB Leipzig, 2013
  • ___VERSTECKT___
  • Radiolux
  • AV-Performance
  • 2013

monumental

Leipziger Jahresausstellung im Westwerk Leipzig, 2013
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  • Objekt
  • Malerei
  • Ausstellung
  • Gruppenausstellung
  • @ Sehnsucht nach dem Museum
  • @ Jahresausstellung Monumental
  • Leipziger Fliesen-Memory
  • Werk-Repros
  • 2013

mono mental

  • ___VERSTECKT___
  • Ausstellung
  • Gruppenausstellung
  • Objekt
  • Malerei
  • Werk-Repros
  • 2013

2012

Die erträgliche Schwere des Scheins

Einzelausstellung in der Galerie Potemka, Leipzig, 2012, Werke von 2009 – 2012
  • _OBJEKT_
  • Objekt
  • Mixed Media
  • @ Erträgliche Schwere des Scheins
  • @ Sehnsucht nach dem Museum
  • @ Sehnsuchtsmuseum-Interim I
  • @ Museumsshop im Kiosk
  • Werk-Repros
  • 2012
  • 2011
  • 2010
  • 2009

VJ-Performance „To One I Love“

Pfeilerhalle im Grassimuseum, Leipzig, 2012
  • __ARCHIV__
  • _BEWEGTBILD_
  • audiovisuelle Animation
  • Stop Motion Animation
  • Archiv
  • 2012

2011

share leipzig No. V

audiovisuelle Performance / Videokonzert von inskopia & mspiano, Raum der Kulturen, Leipzig, 2011
  • __ARCHIV__
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  • audiovisuelle Animation
  • AV-Performance
  • Archiv
  • 2011

2010

2009

Summer of Love

Inszenierung & Performance von Inka Perl & Johannes Zagler in der Galerie Born+Busse, 2009
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  • @ Summer of Love
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  • Presse
  • Archiv
  • 2009
Summer of love

Presse

Reminiszenz mit Augenzwinkern

Juli 2009:
Leipziger Volkszeitung

von Ulrike Witt

Zylinder-Kopf-Dichtung

museale Inszenierung von Inka Perl & Johannes Zagler zum Schillerfest in Kahnsdorf, 2009
  • _INSTALLATION_
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  • Ausstellung
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  • @ Zylinder-Kopf-Dichtung
  • Katalog
  • Archiv
  • 2009

Holographischer Selbstklebefilm

Duett von Inka Perl & Michael Bliem in der Galerie Born+Busse, 2009
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  • Einzel- und Zweierausstellung
  • @ Holographischer Selbstklebefilm
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  • 2009

2008

2007

Kunst im ehemaligen Kassenhäuschen des UT Connewitz

Rauminstallationen im Kassenhäuschen des UT Connewitz, 2007 – 2009
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  • __ARCHIV__
  • Rauminstallation
  • Installation
  • Archiv
  • 2007

Die Pailletten: Das Erwartungshaltungslabor II – Carte Blanche

Multimediarevue mit Zuschauerverantwortung, Kunstraum Textilmarkt, Leipzig, 2007
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  • Pailletten
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  • 2007

Die Pailletten: Verliess verlassen

site specific photo-performance im Westwerk Leipzig, 2007
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  • Pailletten
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  • 2007

Die Pailletten: Das Erwartungshaltungslabor I – Luxus Leere

Performative Installation und Multimediarevue im Rahmen des Festivals „Geöffnet!“, Ladenlokal Karl-Heine-Str. 77, Leipzig, 2007
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  • Pailletten
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  • 2007

2006

Schmetterlingshaus

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  • Werk-Repros
  • 2006

2005

Danke.Ende.

Puppentrick-Animation, Experimentalfilm, 2005
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  • 2005